Volltext

(Artikel * 2013) Wöhrer, Veronika
Den Ton angeben oder das Wort abtreten Asymmetrien in der Genderforschung
in iz3w Nr. 335 * Seite 29 - 31
Themen: Frauen; Gender; Nord-Süd-Beziehungen * * Dok-Nr: 253100
Standorte: A3W Osnabrück; FDCL Berlin; iz3w Freiburg; Nicabüro Wuppertal; IfaK Göttingen; biz Bremen; EWNT Jena

Mae Jemison
(geb. 1956) arbeitete mehrere Jahre als Ärztin mit den Friedenscorps in Westafrika, bevor sie ihrem Kindheitstraum beruflich nachging: der Erforschung des Weltraums. Als erste Afroamerikanerin erkundete sie 1992 für die NASA auf dem Raumschiff Endeavour das All. Anschließend dozierte sie über »Weltraumfahrttechnologie und Entwicklungsländer«. Seither proklamiert sie ein angeborenes Menschenrecht auf das All für alle.
Die Ärztin Jemison, die außerdem Abschlüsse in Afrikanistik, Afroamerikanischen Wissenschaften sowie in Chemieingenieurswesen innehat, die Firma BioSentient Corp gründete, der von Afroamerikanischen Wissenschaftlerinnen gegründeten griechischsprachigen Alpha Kappa Alpha-Frauenverbindung beitrat, als Professorin an der Cornell University lehrt und angewandte Forschung im Bereich der medizinischen Technik durchführt, setzt sich dafür ein, dass Frauen und Minderheiten das wissenschaftliche Feld betreten.

Vina Mazumdar
(geb. 1927) ist eine indische Sozialwissenschafterin. Sie studierte in Kolkata, Varanasi und Oxford und wurde vor allem dadurch bekannt, dass unter ihrer Leitung der erste indische Bericht über die Situation der Frauen in Indien verfasst wurde: »Towards Equality« erschien 1974 und gilt als auslösende Studie für die Entwicklung der Frauen- und Geschlechterforschung in Indien sowie als wichtiger Moment in der indischen Frauenbewegungsgeschichte. Der Bericht zeigte, dass sich die Situation der Mehrheit der indischen Frauen seit der Unabhängigkeit von 1948 verschlechtert statt verbessert hatte.
Diesen Handlungsbedarf setzte der Indian Council of Social Science Research in der Gründung eines Förderprogramms für Frauenforschung um, deren Direktorin Mazumdar fünf Jahre lang war. Von 1980 bis 1991 gründete und leitete sie das Centre for Women’s Development Studies in New Delhi, eines der bis heute wichtigsten Frauenforschungszentren Indiens.


Den Ton angeben oder das Wort abtreten
Asymmetrien in der Genderforschung

Die Forschung über Formen und Ursachen von geschlechterspezifischen Rollen und Machtverhältnissen kennt eigentlich keine Grenzen. Doch trotz einer weltweiten Vernetzung von Frauenbewegungen und der von dieser inspirierten Genderforschung lassen sich Asymmetrien im Süd-Nord-Verhältnis ausmachen.

von Veronika Wöhrer

2011 schrieb Raewyn Connell, eine prominente Geschlechterforscherin aus Australien, Gender Studies seien im Unterschied zu anderen Sozialwissenschaften ein multizentrisches Feld (Connell 2011). Sie erläutert diesen Begriff nicht näher, sie hält aber fest, dass die zweite Welle der Frauenbewegung, die stark von der Bürgerrechtsbewegung der AfroamerikanerInnen und gesellschaftskritischen Gedanken aus der Zeit der Studentenbewegung inspiriert wurde, sich von Anfang an international vernetzt habe – ebenso wie die mit ihr einhergehende Frauen- und Geschlechterforschung. Zudem würden Ansätze wie postkoloniale Theorien, die sich mit Machtstrukturen und deren Ursachen im Nord-Süd-Verhältnis auseinandersetzen, auch im Mainstream der Gender Studies gehört.
In der Tat ist die Frauen- und Geschlechterforschung ein recht junges akademisches Feld. Seit den 1960er Jahren gibt es universitäre Kurse, später auch Zeitschriften, Lehrgänge, Professuren und Fachvereinigungen in vielen Ländern und Regionen. Zumeist wird den USA eine inhaltliche und organisatorische Vorreiterinnenrolle zugeschrieben: Der erste Kurs für Frauenforschung wurde 1969 an der Cornell University angeboten, das erste Women’s Studies Program 1970 an der San Diego State University eingerichtet, knapp gefolgt von anderen US-Universitäten. In den 1970er Jahren wurde aber zum Beispiel auch das Women’s Studies Center an der SNDT Women’s University in Mumbay in Indien eingerichtet (1974) oder an der EWHA Women’s University in Korea (1977). Im deutschsprachigen Raum gibt es Frauenforschungskurse seit den 1970ern, universitäre Zentren seit 1980. In den meisten post-sozialistischen Staaten wurde Frauen- und Geschlechterforschung erst nach 1989 unter diesem Namen an Universitäten betrieben. Ausnahmen sind Jugoslawien, die Sowjetunion oder die DDR, wo es solche Initiativen bereits früher gab, wie beispielsweise das Zentrum für interdisziplinäre Frauenforschung (heute: Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien) an der Humboldt Universität zu Berlin.
Viele dieser Initiativen waren von Anfang an international orientiert: In Frauenbewegungen wie in der Frauenforschung gab es immer wieder Bestrebungen, Stimmen aus anderen Orten einzubeziehen. So hatte die erste Nummer der in den USA herausgegebenen Zeitschrift Signs. Journal of Women in Culture and Society gleich elf »International Correspondents«, die in die Evaluierung der Beiträge eingebunden waren, sowie mehrere Artikel zu England, China, Südasien und Mexiko – die allerdings durchwegs von US-Amerikanischen Autorinnen geschrieben wurden.
Auch Connell’s zweite Beobachtung scheint zutreffend: Kritische Ansätze wie etwa die von Afroamerikanerinnen konzipierte und geforderte ‚Intersektionalität’ – also das Zusammendenken von Geschlecht mit anderen sozialen Kategorien wie Klasse, Ethnizität, Religion und ‚Körper’ – ist recht erfolgreich im Mainstream des Feldes gelandet. Dennoch zeigen Analysen von international zirkulierenden akademischen Medien, dass die Internationalisierung nach bestimmten Mustern verläuft: Lehrbücher, Lexika und Zeitschriften aus unterschiedlichen Orten weisen auf ein Zentrum hin, nämlich den anglo-amerikanischen Raum, und darin insbesondere die USA.So gibt es nicht nur eine hohe Anzahl an Instituten, Programmen, Verlagen und Zeitschriften für Frauen- und Geschlechterforschung, es kommt auch kaum ein (Lehr-)Buch ohne zahlreiche Verweise auf US-amerikanische AutorInnen und Konzepte aus. Andere Regionen erscheinen demgegenüber als peripher oder semiperipher.

‚Westlicher’ Kanon in Lehrbüchern
Eine Analyse von Lehrbüchern aus den USA, Deutschland, Indien und der Slowakei zeigt, dass in all diesen Büchern eine überwiegende Mehrzahl der vorgestellten AutorInnen und Konzepte an Universitäten in Nordamerika und Westeuropa entstanden. Der Fokus auf den jeweils ‚eigenen’ Kontext ist in den Büchern aus den USA am meisten, in Deutschland relativ hoch, in der Slowakei schon weit geringer und in Indien am schwächsten ausgeprägt. Während Bücher aus Deutschland, der Slowakei und Indien sich fast durchweg zu einer als ‚fortschrittlicher’ angesehenen, anglo-amerikanischen Gender Studies-Gemeinschaft in Beziehung setzen, wird die Ausblendung von nicht-westlichen Ansätzen nur in indischen Büchern thematisiert. So erklärt Preeti Karmarkar beispielsweise in ihrem Reader »Feminist Theory and Knowledge. A Primer«, dass sie sich auf feministische Theorie in einem westlichen Kontext konzentriert – ohne auf die Veränderungen im Zuge ihrer ‘Reise’ nach Indien oder theoretische Beiträge indischer Debatten einzugehen. Sie meint, dass ‘indigene Alternativen’, die immer wieder gefordert werden, de facto oft hinduistische Versionen seien. Statt ‘western versus indigenous’ möchte sie lieber zwischen ‘emancipatory versus dominant’ unterscheiden und meint: »Diejenigen unter uns, die sich mit emanzipatorischer Politik in Indien befassen, finden möglicherweise mehr Gemeinsamkeiten mit Schwarzen Feministinnen, als bei der indigenen ‚Stree-Shakti’ Variante des Feminismus, die hinduistisch und brahmanenzentriert ist.« (Karmakar 1998: 2)
Deutsche und US-amerikanische Bücher gehen wie selbstverständlich von einer nordamerikanischen und westeuropäischen Dominanz aus: Der Rest der Welt taucht kaum als Forschungssubjekt auf – oft aber auch nicht einmal als Forschungsobjekt. Es scheint hier, als würde es außerhalb dieser beiden Kontinente weder Frauenbewegungen noch Genderforschung geben. Der Blick bleibt ganz auf den ‚Westen’ konzentriert. Beispiele dafür wären die Einführungsbücher »Feministische Theorien zur Einführung« (Becker-Schmidt u.a., 2000) oder »The politics of women’s studies. Testimony from thirty founding mothers« (Howe 2000).
Es gibt bestimmte AutorInnen und Konzepte, die in fast allen Lehrbüchern auftauchen: Simone de Beauvoir, Betty Friedan oder Judith Butler beispielsweise scheinen einen Kanon zu bilden, der an vielen Orten reproduziert wird. Doch auch wenn es darum geht, Kritik am weißen westlichen Feminismus vorzustellen, greifen fast alle Bücher auf die gleichen afroamerikanischen oder postkolonialen TheoretikerInnen zurück, die durchweg an US-amerikanischen Universitäten lehren: bell hooks, Alice Walker, Chandra Talpade Mohanty oder Gayatri Chakravorty Spivak, um einige zu nennen. Deutsche AutorInnen mit migrantischem Hintergrund, Dalit Feminists in Indien oder feministische Romni in Tschechien oder der Slowakei kommen in den Büchern hingegen kaum vor. Nicht nur die ‚klassischen’ Texte der Frauen- und Geschlechterforschung, sondern auch die Kritik daran werden als Diskussion dargestellt, die sich in westlichen akademischen Zentren abspielt.

Globale Arbeitsteilung…
Im Gegensatz zu Lehrbüchern haben Lexika den Anspruch, möglichst viele Facetten eines Fachbereiches darzustellen, und in der Regel schreiben hierin eine ganze Reihe von AutorInnen. Eine Analyse von Lexika zur Frauen- und Geschlechterforschung zeigt allerdings, dass auch hier bis zu 99 Prozent der AutorInnen aus Nordamerika und Westeuropa kommen, gelegentlich eine aus Australien. Zudem scheint es eine übereinstimmende Arbeitsteilung zu geben: Während AutorInnen aus den westlichen Metropolen scheinbar ‚ortsunabhängige’ oder theoretische Beiträge schreiben – etwa über Marxismus oder Gendertheorien –, verfassen AutorInnen aus anderen Regionen Texte über ihre eigene Region – zum Beispiel über ‚Women’s Movements in South East Asia’ oder über regionale Spezifika.
Eine ähnliche Arbeitsteilung findet sich auch in den Lehrbüchern und prominenten Zeitschriften: In Lehrbüchern, die wie Sammelbände aufgebaut sind, werden theoretische Beiträge in höherem Ausmaß von Personen aus Nordamerika und Westeuropa verfasst, während AutorInnen aus anderen Regionen vorwiegend empirische Beispiele, persönliche Essays oder lokal verortete Aspekte beitragen. In den Zeitschriften sind AutorInnen aus Osteuropa, Asien, Afrika oder Lateinamerika ebenfalls häufiger als in den theoretischen Beiträgen in den Rubriken empirische Forschung, persönliche Kommentare oder auch Kurzgeschichten, Gedichte oder Bildende Kunst vertreten.
Wissenschaftliche Zeitschriften stellen ein wichtiges Medium für die internationale Kommunikation über aktuelle Forschungsergebnisse dar. Die international angesehensten und akademisch ‚begehrtesten’ finden sich im Social Sciences Citation Index (SSCI) unter der Rubrik ‚Women’s Studies’. Die meisten dieser Zeitschriften werden in den USA herausgegeben, nur vier der dort aufgelisteten 35 Zeitschriften kommen nicht aus den USA oder Westeuropa, sondern aus Australien, Indien und Südkorea. Während die erstgereihten Zeitschriften alle in den USA verlegt werden, zählen die nicht englischsprachigen sowie jene, die nicht aus dem anglo-amerikanischen Raum kommen, zu den letztgereihten. In jeder dieser Zeitschriften kommt die überwiegende Mehrzahl der AutorInnen aus demselben Land wie die HerausgeberInnen; bei den prominentesten wie Politics & Gender, Gender & Society, Signs oder Feminist Studies also aus den USA. Dieser Zusammenhang zwischen HerausgeberInnen und AutorInnen ist bei Zeitschriften aus peripheren Regionen geringer: Der Prozentsatz an AutorInnen aus westlichen Metropolen liegt bei den gut gereihten Zeitschriften zwischen 85 und 96 Prozent, nur ein bis zehn Prozent sind aus nicht-westlichen Regionen. In slowakischen, indischen oder südafrikanischen Zeitschriften ist der Prozentsatz der AutorInnen aus den westlichen Metropolen, die publiziert werden, hingegen um einiges höher als der Prozentsatz aller AutorInnen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa zusammen, die in den nordamerikanischen Journals vertreten sind.
Es scheint also für ‚westliche’ AutorInnen weit einfacher zu sein, in allen diesen Journals zu publizieren, als für AkademikerInnen aus anderen Regionen. Ironischerweise ist die lokale Vielfalt der AutorInnen des Indian Journal of Gender Studies oder von Feminist Africa, die ja eine regionale Begrenzung im Namen tragen, um einiges größer als die der US-amerikanischen Zeitschriften, die ohne solche Bezeichnungen auskommen und zudem den Anspruch formulieren, international zu sein.
Es scheint also in den Gender Studies nicht mehrere Zentren zu geben, sondern ein Zentrum, das ‚zentraler’ ist als die anderen: die USA. Der deutsche oder auch der französische und der spanische Sprachraum entsprechen dem, was der malaysische Soziologe Syed Farid Alatas als ‚Semi-Peripherie’ bezeichnet: Sie sind autonomer vom Zentrum USA als die Peripherien und üben ihrerseits Einfluss auf die Nachbarregionen aus. So üben deutschsprachige Gender Studies beispielsweise einen in Lehrbüchern und Zeitschriften sichtbaren Einfluss auf ihre tschechischen, slowakischen oder polnischen KollegInnen aus. Hingegen scheinen sowohl die Slowakei als auch Indien in Bezug auf internationale Sichtbarkeit eher den Kriterien von ‚Peripherien’ zu entsprechen, und das, obwohl es vor allem in Indien jahrzehntealte lebendige Women’s und Gender Studies gibt, die zahlreiche universitäre Institute und Forschungszentren, Zeitschriften, Verlage und eine unüberschaubare Menge an wissenschaftlicher feministischer Literatur hervorgebracht haben.

… statt egalitärer Wissensverteilung
Die indische Forscherin Chandra Talpade Mohanty lehrt an der Syracuse University in den USA. Sie hat drei Modelle zur Internationalisierung US-amerikanischer Gender Studies-Programme beschrieben (Mohanty 2003). Eines davon, das ‚feminist solidarity’-Modell, hält sie für das interessanteste. Mohanty fordert, Gender Studies verstärkt nach diesem Modell zu betreiben. Das hieße, AutorInnen, Bewegungen und Konzepte aus unterschiedlichen Weltregionen zu lehren und vorzustellen und diese miteinander in Beziehung zu setzen. Es geht erstens darum, die Verflechtungen, die zwischen Kolonialmächten und Kolonien oder zwischen dem ‚Norden’ und dem ‚Süden’ herrschen sowie globale Machtverhältnisse zu thematisieren. Und zweitens, Gemeinsamkeiten, aber auch Differenzen zwischen Frauen aus unterschiedlichen Regionen zu finden. Auf dieser Basis können gemeinsame Anliegen oder Kämpfe herausgearbeitet werden, die auf einem ehrlichen Interesse an den anderen basieren und Kenntnisse über die jeweils anderen haben.
Die Forderung Mohantys zielt letztlich auf eine bessere Vernetzung und eine egalitäre Wissensverteilung in den Gender Studies. Dies ist nicht zuletzt deshalb interessant, weil manche Themen und Herangehensweisen in Ländern des Südens eine lebendigere Forschungstradition haben. So werden beispielsweise geschlechtliche Aspekte von Entwicklung oder von Armut und Konzepte zur politischen Partizipation von Frauen erforscht. Auch werden partizipative sozialwissenschaftliche Methoden betrieben, die mit und nicht nur über die betroffenen Personen forschen. Gerade in Indien gibt es beispielsweise eine lange Tradition an »intersektioneller« Genderforschung, die – ohne diesen Namen verwendet zu haben – Ethnizität, Kaste, Klasse und Religion mit Geschlecht zusammendenkt. In einer so diversen Gesellschaft wie der indischen kann über Geschlecht gar nicht viel ausgesagt werden, ohne andere soziale Kategorien mit in die Analyse einzubeziehen.
Eine transnationale Genderforschung sollte den Anspruch haben, sowohl inhaltliche als auch strukturelle Machthierarchien auch und gerade im eigenen Feld abzuschaffen – statt AutorInnen, AktivistInnen und Forschungen aus den größten und bevölkerungsreichsten Regionen der Welt auszublenden.

Literatur
Becker-Schmidt, Regina / Knapp, Gudrun-Axeli (2000): Feministische Theorien zur Einführung, Hamburg: Junius.
Connell, Raewyn (2011): Sociology for the whole World, in: International Sociology 26 (3): 288–291.
Florence Howe, ed. (2000): The politics of women’s studies. Testimony from thirty founding mothers, New York: Feminist Press.
Karmarkar, Preeti (1998): Feminist Theory and Knowledge. A Primer, Pune: Women’s Studies Centre, Department of Sociology.
Mohanty, Chandra Talpade (2003): ’Under Western Eyes’ Revisited. Feminist Solidarity Through Antifeminist Struggles, in: Vol. 28 (2): 499-535.
Wöhrer, Veronika: Gender Studies as a Multi-centered Field? Centers and Peripheries in Academic Gender Research, Gender & Society, dzt. in Begutachtung.


Veronika Wöhrer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Freiburg sowie Dozentin für Gender Studies an der Universität Wien.