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(Artikel * 2001) Mathey, Kosta
Die Dezentralisierung des Mangels Wohnungsbau und Stadtentwicklung in Kuba Wohnungsbau und Stadtentwicklung in Kuba
in Lateinamerika Nachrichten Nr. 329 * Seite 28 - 31
Themen: Stadtentwicklung; Kuba * Dok-Nr: 134036
Standorte: FDCL Berlin; iz3w Freiburg; Nicabüro Wuppertal; IfaK Göttingen; biz Bremen; EWNT Jena

Kuba
Die Dezentralisierung des Mangels
Wohnungsbau und Stadtentwicklung in Kuba

Die kubanische Wirtschaftskrise hat sich nicht nur negativ auf die Wohnungsversorgung in Kuba ausgewirkt. Dezentrale Probleml?sungen, mehr Mitbestimmung durch B?rgerr?te und die Beteiligung von Nicht-Regierungs-Organisationen setzen neue Akzente im Wohnungsbau.

Viele Besucher Kubas, die in den ersten Stunden oder Tagen nach ihrer Ankunft auf der Insel durch Havanna schlendern, sind entsetzt ?ber den desolaten Zustand der meisten Stra?en, H?user und Wohnungen. Und in der Tat ist der visuelle Unterschied zu den Herkunftsl?ndern der Besucher, wie Kanada, die Schweiz, Schweden oder Deutschland, dramatisch. Schnell wird der Grund daf?r in verfehlter Politik, Misswirtschaft, oder einfach nur in der nationalen ?konomischen Notlage gesucht. Solche Faktoren m?gen eine Rolle spielen, aber dennoch sollte man sich einige der Besonderheiten Kubas in Erinnerung rufen, die den ersten Eindruck schnell relativieren.

Havanna ist nicht Kuba

Wie bekannt, optierte die kubanische Regierung nach der Revolution f?r ein radikales Umlenken der Investitionen in Wirtschaft, Bildung, Kultur und soziale Dienste aus der Hauptstadt in die Provinzen, womit nicht nur landesweit eine gr??ere soziale Gerechtigkeit erzielt, sondern auch der permanente Zuzug von Menschen aus den armen Regionen nach Havanna gestoppt werden sollte. ?ber eine lange Zeit gelang dies tats?chlich: Kuba d?rfte das einzige Entwicklungsland sein, in dem die Bev?lkerung in der Hauptstadt in den vergangenen drei?ig Jahren weniger schnell gewachsen ist als im ?brigen Land. Der Preis f?r diesen Erfolg war eine allgemeine Verwahrlosung der Bausubsstanz in Havanna mit Folgen bis hin zu zahlreichen Einst?rzen morscher und ?berbelegter Wohnh?user, die auch Todesopfer forderten. Gewinnerin dieser Politik war die bislang vernachl?ssigte Bev?lkerung in den kleineren St?dten des Landes, aber auch ? so paradox es klingen mag ? das mittlerweile denkmalgesch?tzte architektonische Kulturerbe aus der Kolonialzeit. Denn ohne Zweifel h?tte eine bl?hende Bauwirtschaft in Havanna die gleichen st?dtebaulich katastrophalen Folgen gehabt wie sonst fast ?berall in West wie Ost. In der Tat sah der Masterplan f?r Havanna aus den 50er Jahren einen Totalabri? der Altstadt zugunsten einer Miniaturversion von Manhatten vor.

Wieviel kostet eine gute Politik?

In den Statistiken wird der Erfolg einer Wohnungspolitik gemeinhin (negativ) an der Zahl der Obdachlosen oder (positiv) der j?hrlich fertiggestellten Wohnungen gemessen. So auch in Kuba, wo das Defizit nach offiziellen Zahlen bei 600.000 Wohnungen liegt, w?hrend gleichzeitig nur rund 50.000 neue Einheiten pro Jahr entstehen. Ungeachtet der unr?hmlichen Zahlen ist es sicher eine anzuerkennende Leistung f?r ein armes Land, dass Stra?enkinder oder Obdachlose im Stadtbild nicht anzutreffen sind. Das zeigt, dass andere Parameter der Wohnungsversorgung mindestens genauso wichtig sind, und zudem gemessen an den Kosten eine viel gr??ere Hebelwirkung haben k?nnen. Hier geht es zum Beispiel um den Zugang zu Wohnraum, dessen Kosten, und um den K?ndigungsschutz.
Es versteht sich eigentlich von selbst, dass in einem sozialistischen Land das wichtigste Kriterium der Wohnungsverteilung die Bed?rftigkeit und nicht die Zahlungskr?ftigkeit sein sollte. Das klassische Instrument dazu, ein Punktesystem in Verbindung mit einer Warteliste, findet auch in Kuba Anwendung. Es scheint logisch und gerecht, leidet aber unter b?rokratischer Schwerf?lligkeit und Gelegenheitskorruption. Daneben existieren aber noch alternative Verteilungsmechanismen, zum Beispiel Quoten f?r politische Fl?chtlinge oder die Zuteilung ?ber den Arbeitsplatz (insbesondere bei den sogenannten Mikrobrigaden, das hei?t Gruppenselbsthilfe auf Betriebs- oder Nachbarschaftsebene) und schlie?lich die Eigenselektion durch Selbsthilfewohnungsbau. Diese Verteilungsmechanismen jenseits des Geldbeutels sind der Grund, weswegen Wohnungslage und -ausstattung in Kuba nicht gleichzeitig zur Manifestation des sozialen Status der Bewohner herhalten m?ssen. Daran ?nderte bisher auch die sehr popul?re Praxis des Wohnungstauschs nichts, der permuta genannt wird, ein Vorgang, bei dem Qualit?tsunterschiede fast immer durch materielle Transaktionen kompensiert werden. Die Einkommensunterschiede waren schlie?lich nicht sehr gro?. Nachdem allerdings in den letzten Jahren immer mehr Familien durch Zusendungen aus dem Ausland oder halblegale Dollargesch?fte gr??ere Devisenmengen ansparen konnten, droht eine st?rker werdende sozial-r?umliche Segregation als neues Ph?nomen.
Eine Wohnung zu bekommen ist eine Sache, aber genauso wichtig ist die Sicherheit, darin so lange bleiben zu k?nnen, wie man will, also der K?ndigungsschutz. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist Wohnraum in Kuba seit der Revolution unk?ndbar ? eine nachhaltige Verbesserung f?r die Mieter, die den Staat kein Geld kostet. Doch jede M?nze hat zwei Seiten. So wie viele Wohnungen hoffnungslos ?berbelegt sind, werden manche Gro?wohnungen nur von ein oder zwei Personen genutzt, und es gibt keine rechtliche Handhabe, um dagegen vorzugehen. Dies trifft sogar f?r die Luxusvillen der vorrevolution?ren Bourgeoisie Havannas in Miramar und Siboney zu, sofern ihre urspr?nglichen Eigent?mer das Land nicht verlassen haben. Zwar w?re Untervermietung eine sinnvolle Option, sie ist aber gerade wegen des allgemeinen K?ndigungsschutzes eine seltene Ausnahme: jeder potentielle Vermieter hat Angst, seine Untermieter nie wieder loszuwerden. Um diese Pattsituation zu entsch?rfen, wurden Mitte der 90er Jahre die rechtlichen Voraussetzungen f?r befristete Untermietvertr?ge geschaffen, bei denen Staat, da es sich ja um gewerbliche Eink?nfte handelt, ?ber eine spezielle Geb?hr mit verdient. Was das Ziel einer gerechteren Wohnraumverteilung angeht, wurden die Erwartungen entt?uscht. Denn die meisten der m?glichen Vermieter k?nnen bei den notorisch niedrigen Eink?nften der Kubaner keine Preise verlangen, die Anreiz genug sind, auf einen Teil ihrer Wohnung zu verzichten und das Risiko einzugehen, bei einer etwaigen ?nderung der Rechtslage doch auf den Mietern sitzenzubleiben. Hinsichtlich der f?r Vermietung f?lligen Lizenzgeb?hren ist das Modell allerdings ein voller Erfolg ? zumindest f?r den Staat: F?r die Vermietung von privatem Wohnraum an Ausl?nder, den einzig interessanten Kunden, flie?en hohe Dollarbetr?ge an das staatliche Wohnungsinstitut. Damit soll die Sanierung des bestehenden Wohnraums durch das Ministerium finanziert werden.
Eine weitere zentrale Variable f?r eine zufriedenstellende Wohnung ist ihr Preis. Die zu Beginn der Revolution festgelegte Miete von 10 Prozent des Lohns reichte weder f?r die Amortisation der Baukosten noch f?r eine ordnungsgem??e Instandhaltung. Noch paradoxer wirkte sich diese soziale Preispolitik f?r Wohnraum ohne angemessenen Standard f?r diejenigen Bewohner aus, die bereits 20 Jahre Miete bezahlt und damit die urspr?nglichen Baukosten l?ngst an den (privaten oder staatlichen) Vermieter zur?ckbezahlt haben. In beiden F?llen sieht das Gesetz Mietfreiheit vor; die mit hohem Baualter immer notwendiger werdenden Reparaturen sind nicht mehr bezahlbar. Eine salomonische L?sung f?r dieses Problem wurde bereits 1984 gefunden: auf einen Schlag wurden allen Mietern die Wohnungen ?bereignet. Der Staat war so die Sorge um Verwaltung und Instandhaltung eines riesigen Wohnungsbestandes los, und die Bewohner genossen eine wesentlich gr??ere Verf?gungsgewalt ?ber ihren Wohnraum bis hin zur M?glichkeit des Verkaufs. Man stelle sich vor, wieviele Probleme wir uns in Deutschland erspart h?tten, wenn die DDR vor der Wiedervereinigung das gleiche gewagt h?tte! ?brigens wurde in Kuba einer m?glichen Spekulation gleichzeitig dadurch vorgebeugt, dass niemand mehr als eine Wohnung besitzen darf. Hinzugef?gt werden muss aber noch, dass die Einheitsmiete ? genau genommen die Zinszahlung f?r den Kauf der Eigentumswohnung ? schrittweise aufgegeben wird. Dadurch soll gleichzeitig der Subventionsanteil des Staates reduziert werden, eine gr??ere Kongruenz zwischen Wohnraum und konkretem Bedarf erzielt und ?ber das Regulativ des Preises unterschiedlichen Konsumpr?ferenzen Rechnung getragen werden.

Vom Umgang mit der Krise

Niemanden verwundert es, dass nach Zusammenbruch der Beziehungen zu den ehemaligen L?ndern des Rates f?r gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) die Zahl der fertiggestellten Neubauten von einer ohnehin unbefriedigenden Zahl auf nahezu Null abbrach. Der Einbruch wurde noch verst?rkt durch die Verwendung fast allen noch disponiblen Zements f?r fragw?rdige Bunkerbauten, welche die Bev?lkerung im Falle eines milit?rischen Angriffs auf das Land sch?tzen sollten. Zynisch kann man diese Krise auch positiv auslegen: Denn nach jedem Tiefpunkt kann es nur wieder bergauf gehen, und das weckt neue Hoffnungen in der Bev?lkerung. So sahen auch die Neubaustatistiken Ende der Neunziger Jahre besser aus als vor der Periodo Especial ? allerdings wurden die Standards sichtbar reduziert. Noch bemerkenswerter ist, dass au?er dem Bauministerium jetzt andere Bautr?ger st?rker aktiv werden. Damit k?nnen die typischen Engp?sse der fr?heren monopolistischen Struktur leichter umschifft werden. So haben mehrere Ministerien eigene Bauprogramme f?r ihre Angestellten aufgelegt. Kommunen und Stadtteilb?ros schlie?en im Wohnungssektor direkte Kooperationsvertr?ge mit dem Ausland. Weiter gibt es spezielle und quasi autonome Entwicklungsb?ros f?r die Altstadtsanierung in Havanna, Santiago de Cuba und Trinidad mit eigenen Bauvorhaben, und eine beschr?nkte Anzahl von Nicht-Regierungs-Organisationen kanalisiert Spenden aus dem Ausland f?r den Wohnungsbau.
Aus Gr?nden, ?ber die man nur spekulieren kann, wurde der erfolgreichsten und einfallsreichsten dieser Nicht-Regierungs-Organisationen, Habitat Cuba, im Sommer 2001 die Lizenz entzogen, wodurch viele ausl?ndische Geber den Empf?nger f?r bereits zugesagte F?rdermittel verloren. Diese Entwicklung ist symptomatisch f?r den politischen Zick-Zack-Kurs nicht nur in der kubanischen Wohnungspolitik. Positiv lie?e sich diese Strategie bestenfalls dahingehend interpretieren, dass die st?ndigen Wechselb?der in Kombination mit einer politischen Bereitschaft zum Experimentieren mit alternativen Ans?tzen in der ?ffentlichkeit den Eindruck einer kontinuierlichen Ver?nderung hinterlassen und Hoffnungen f?r die Zukunft n?hren. Zudem wei? jeder, dass auch unpopul?re Ma?nahmen in Kuba irgendwann pass? sind. Diese bei Latinos so erfreuliche Flexibilit?t hat vermutlich Kuba bislang vor dem Schicksal Osteuropas bewahrt.
Ein anderes Beispiel f?r Kubas politisches Geschick, in bestimmten Situationen flexibel auf ver?nderte Rahmenbedingungen zu reagieren, zeigt sich in der ?ffnung f?r mehr Mitbestimmung in Stadtentwicklungsfragen an der Basis. Ziemlich schnell nach Einsetzen der Wirtschaftskrise wurde deutlich, dass Kuba auf absehbare Zeit nicht in der Lage sein w?rde, die Erf?llung der Grundbed?rfnisse aus dem Staatshaushalt zu garantieren. Die Versorgung wurde schrittweise auf dezentrale Probleml?sungen umgestellt. Dadurch wurde eine bessere Nutzung lokaler Ressourcen und eine bessere Beteiligung der Bewohner bei der L?sung von Problemen erforderlich und auch m?glich. B?rgerr?te (Concejos populares) wurden f?r die Selbstverwaltung auf Stadtteilebene eingerichtet, und in Vierteln mit erh?htem Krisenpotential Initiativgruppen (Talleres de Desarrollo Integral) ins Leben gerufen, die sich Sanierungsaufgaben, Kulturprojekten oder Umweltproblemen widmeten. Seit Beginn der wirtschaftlichen Erholung erhalten beide Einrichtungen f?r ihre Projekte auch ?ffentliche Mittel. Fast immer bringen direkte ausl?ndische Patenschaften zus?tzlich Devisen f?r selbstbestimmte Entwicklungsprojekte, und zwar ohne die nervigen Reibungsverluste einer Kanalisation durch die Ministerien. Nat?rlich kennt man heute vergleichbare Entwicklungen auch in anderen L?ndern, wie zum Beispiel die dezentralen Gemeindebudgets in Porto Alegre/ Brasilien oder das Quartiersmanagement in deutschen Gro?st?dten, aber im planwirtschaftlichen Kuba waren solche Reformen vor der Krise undenkbar.

Geben und Nehmen in der Entwicklungshilfe

Die F?rderung der Stadtentwicklung durch Entwicklungshilfe tr?gt insbesondere in Havanna dazu bei, den Nachholbedarf auf Grund jahrzehntelanger Investitionssperren abzubauen. Die Abh?ngigkeit vom Ausland zeigt aber eine paradoxe Situation auf: In der Sozialpolitik ist Kuba, mit seinem hohen Bildungsstand und einer geringeren S?uglingssterblichkeit als in vielen Industrienationen kein Entwicklungsland. Im medizinischen sowie in einigen anderen Sektoren z?hlt Kuba sogar zu den Geberl?ndern in der Entwicklungshilfe. Als Empf?ngerland dagegen ben?tigt die unter chronischer Liquidit?tsschw?che leidende Wirtschaft in erster Linie Mittel f?r neue Investitionen, aber fast kaum Experten, wie sie in anderen L?ndern sinnvoll erscheinen m?gen. Deshalb werden Spenden zum Wiederaufbau beispielsweise des Malec?n, der Uferstra?e in Havanna, gerne angenommen.

Plattenbau ? la cubana

Dabei tut sich der ehemalige Kolonialherr Spanien als Geberland besonders hervor und sichert sich nebenbei architektonische Perlen f?r eigene Kulturinstitute oder andere nationale Vertretungen. Im Tourismussektor f?hren die Joint- Ventures zu st?dtebaulich und architektonisch katastrophalen Hotelneubauten, denen auch die kubanische Fachwelt mit ihrer jahrzehntelang auf Plattenbau getrimmten Ingenieurausbildung wenig entgegenzusetzen hat. ?berhaupt ist zu bedauern, dass in einem Land mit einem so reichen architektonischen Erbe nach der ersten Euphoriephase direkt nach dem Sieg der Revolution keine architektonisch bemerkenswerten Baudenkm?ler mehr entstanden. Hier w?re ein Ansto? durch ausl?ndisches Know-how, zum Beispiel in Form internationaler Wettbewerbe, eine positive Bereicherung und ein gewisser Ausgleich f?r den Exodus der begabtesten Jungarchitekten ins Ausland notwendig.
Keine Regel ohne Ausnahme. Die eingangs erw?hnte Sanierung der Altstadt von Havanna ist in vieler Hinsicht einfalls- und erfolgreicher als der Umgang mit historischen Stadtkernen im Ausland. Die Finanzierung der Arbeiten erfolgt fast ausschlie?lich mit eigenen Mitteln, die aus einer Steuer stammen, die auf jeden in der Altstadt get?tigten Handel in Devisen erhoben wird. Die autonome Sanierungsgesellschaft unter der Leitung des Stadthistorikers Eusebio Leal betreibt sogar eigene Gewerbebetriebe wie Hotels und ein Reiseb?ro zur Finanzierung der Stadterneuerung. Ein beachtlicher Prozentsatz dieser Eink?nfte ist f?r soziale Einrichtungen und die Verbesserung der Wohnbedingungen der ans?ssigen Bev?lkerung reserviert. Das Tourismusgesch?ft wird absichtlich in bestimmten Stra?enz?gen konzentriert, um der Verdr?ngung der angestammten Bev?lkerung in den ?brigen Zonen vorzubeugen.
Die verst?rkte Anwesenheit von Ausl?ndern in Kuba erzeugte auch eine Nachfrage von diesem Personenkreis nach eigenen Wohnungen. Doch solange nicht gen?gend Wohnraum zur Deckung des nationalen Bedarfs besteht, ist der Verkauf von Wohnungen an Ausl?nder tabu. Allerdings werden mit Devisen zus?tzliche Einheiten zum Verkauf an diese Zielgruppe zu Preisen um die 1000,- US$ pro Quadratmeter gebaut. Den K?ufern wird allerdings kein automatisches Bleiberecht auf der Insel garantiert.
Die Krise hat also die ohnehin kritische Lage der Wohnungsversorgung in Kuba weiter verschlechtert, aber gleichzeitig den Weg f?r neue Initiativen und einen sichtbaren Aufschwung in der Wohnungsproduktion und in der Pflege des Stadtbildes freigemacht. Wechselhafte politische Entscheidungen beeintr?chtigen allerdings die Kontinuit?t dieses Trends.

Text: Kosta Math?y
Ausgabe: Nummer 329 - November 2001